Bedside Scanning

Bedside Scanning ist der Barcode-Abgleich von Patient, Heilmittel und Anordnung direkt am Patientenbett und stärkt die Medikationssicherheit vor jeder Gabe.

Patientensicherheit

auch: Barcode am Patientenbett, Bettseitenscan, patientennahe Barcode-Kontrolle

Der Bettseitenscan, auf Deutsch der Barcode-Abgleich am Patientenbett, ist ein zentrales Verfahren der Patientensicherheit und Medikationssicherheit im Spital. Per Scan werden Patient, Heilmittel und Verordnung unmittelbar vor der Gabe geprüft. Bedside Scanning bildet damit den Kern eines geschlossenen Medikationskreislaufs (Closed Loop Medication Administration) und ist ein Baustein von Scan4Safety.

So funktioniert Bedside Scanning

Patient scannen

Armband mit Patienten-ID

Produkt scannen

Heilmittel am Bett

Abgleich

Stimmen Mittel, Dosis, Patient?

Dokumentation

Die Gabe wird erfasst

Patient und Produkt werden am Bett gescannt und vor der Gabe abgeglichen.

In der Praxis dient das Verfahren vor allem der Vermeidung von Medikationsfehlern: Es sichert die korrekte Patientenidentifikation und prüft die fünf R, also richtiger Patient, richtiges Mittel, richtige Dosis, richtiger Zeitpunkt und richtiger Applikationsweg.

Zum Vertiefen

Die fünf R der Medikation

Bedside Scanning prüft am Bett die fünf R: richtiger Patient, richtiges Mittel, richtige Dosis, richtiger Zeitpunkt, richtige Applikationsform. Der Scan gleicht Patientenarmband und Mittel automatisch ab.

Teil der Closed Loop Medication

Bedside Scanning ist der Schritt am Bett innerhalb des geschlossenen Medikationsprozesses. Zusammen mit Verordnung, Bereitstellung und Dokumentation entsteht eine lückenlose Kette.

Häufige Fragen zu Bedside Scanning

Was ist Bedside Scanning?
Bedside Scanning ist der Barcode-Abgleich von Patient, Heilmittel und ärztlicher Anordnung direkt am Patientenbett. Geprüft wird, ob das richtige Mittel in der richtigen Dosis zum richtigen Patienten gehört. Im Deutschen spricht man auch vom Barcode am Patientenbett.
Wie funktioniert der Abgleich am Patientenbett?
Die Pflegefachperson scannt das Armband des Patienten und anschliessend den Barcode des Heilmittels. Das System gleicht beide Angaben mit der hinterlegten Verordnung ab und meldet Abweichungen sofort, noch vor der Gabe.
Welche Medikationsfehler verhindert das Verfahren?
Es reduziert Verwechslungen bei Patient, Präparat, Dosis, Zeitpunkt und Applikationsweg, die sogenannten fünf R der Arzneimittelsicherheit. Damit sinkt das Risiko von Medikationsfehlern am Krankenbett deutlich.
Welche Voraussetzungen sind nötig?
Nötig sind eindeutig codierte Heilmittel, etwa mit GS1-Standards, Patientenarmbänder mit Barcode, mobile Scanner sowie gepflegte Stammdaten. Ohne verlässliche Daten greift der Abgleich nicht.
Wie hängt das Verfahren mit Scan4Safety zusammen?
Es ist ein Kernbaustein von Scan4Safety, einem im englischen NHS erprobten Programm, das Patient, Produkt und Ort per Scan verknüpft und Zeit- sowie Sicherheitsgewinne im Spital belegt.
Was wird beim Bedside Scanning gescannt?
Das Patientenarmband und das Heilmittel, die vor der Gabe abgeglichen werden.
Welche Fehler verhindert Bedside Scanning?
Verwechslungen von Patient, Mittel, Dosis, Zeitpunkt oder Applikationsform.

Im Blog vertieft

Verwandte Begriffe

Quellen und weiterführende Informationen

Quelle: NHS Scan4Safety. Stand Juni 2026. Einordnung durch medTrack.

medTrack

Bedside Scanning in der Praxis

medTrack bildet das Verfahren als Teil der Plattform ab und nutzt es in Einsatzbereichen wie dem OP und bei Interventionen. Gerne zeigen wir, wie sich sichere Scan-Prozesse in Ihren Alltag einfügen.