Lieferengpass
Ein Lieferengpass ist die vorübergehend gestörte Verfügbarkeit eines Arzneimittels, im Spital kritisch für die laufende Versorgung und planbare Behandlungen.
Compliance
auch: Versorgungsengpass, Lieferunterbruch
Bei einem Lieferengpass ist ein Arzneimittel zeitweise nicht oder nur knapp verfügbar. In der Schweiz erfasst die Meldestelle für lebenswichtige Humanarzneimittel der Wirtschaftlichen Landesversorgung solche Engpässe. Betroffen sind oft auch Betäubungsmittel und Spitalbedarf. Klare Stammdaten und Rückverfolgbarkeit helfen, Alternativen rasch zu finden.
So funktioniert Lieferengpass
Engpass erkennen
Verfügbarkeit gestört
Melden
An die BWL-Meldestelle
Pflichtlager
Freigabe überbrückt kurzfristig
Versorgung sichern
Alternativen und Priorisierung
Die Meldepflicht wurde per Januar 2026 auf rund 330 Wirkstoffe ausgeweitet, darunter neu Wirkstoffe der Intensivmedizin. Besteht eine Lagerpflicht, überbrückt eine Freigabe aus dem Pflichtlager einen Engpass für rund zwei bis vier Monate. Im Spital sind Übersicht über Charge und Bestand entscheidend, siehe Einkauf und Lieferkette.
Zum Vertiefen
Meldestelle und Meldepflicht
Die Meldestelle für lebenswichtige Humanarzneimittel der Wirtschaftlichen Landesversorgung erfasst Engpässe. Zulassungsinhaber müssen Engpässe für meldepflichtige Wirkstoffe melden, per Januar 2026 rund 330 Wirkstoffe.
Pflichtlager
Besteht eine Lagerpflicht, überbrückt eine Freigabe aus dem Pflichtlager einen Engpass für rund zwei bis vier Monate.
Häufige Fragen zu Lieferengpass
Was ist ein Lieferengpass?
Wer erfasst Engpässe in der Schweiz?
Gibt es eine Meldepflicht?
Was sind Pflichtlager?
Was hilft im Spital gegen Engpässe?
Worin unterscheiden sich Lieferengpass und Rückruf?
Verwandte Begriffe
Quellen und weiterführende Informationen
Quellen: BWL Meldestelle Heilmittel, drugshortage.ch. Stand Juni 2026. Einordnung durch medTrack.
medTrack
Versorgung sichern in der Praxis
medTrack schafft Überblick über Bestand und Charge und unterstützt schnelles Handeln bei Engpässen.